ESF-Projekt „KaRaBonita“

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Ein Wissenstransferprojekt des Europäischen Sozialfonds in Bayern

Projektleitung: Prof. Dr. Alm / Prof. Dr. Hofmann

Projekt-Fokus

Wissenstransfer von Methoden und Prozessen zur Verbesserung der Kapitalausstattung von kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region Bayerischer Untermain –

KaRaBonita („Kapital – Rating – Bonität“)

 

www.karabonita.de

Laufzeit

April 2013 – September 2014

(1,5 Jahre)

Projektsumme

€ 150.000,-

Fördersumme

€ 75.000,-

Das ESF-Projekt KaRaBonita, ist vor dem Hintergrund der Region des Bayerischen Untermains zu sehen. Ziel des vom Europäischen Sozialfond (ESF) ko-finanzierten Projektes „Kapital – Rating – Bonität“ (Akronym „KaRaBonita“) war es, Methoden und Prozesse zu entwickeln und zu vermitteln, die dazu dienen, die Kapitalausstattung für Unternehmen am Bayerischen Untermain zu verbessern, beziehungsweise damit verbundene Arbeitsmarktwirksame Unternehmensexpansionen zu fördern.

Die betriebliche Praxis erfordert eine ständige Weiterentwicklung der Methoden, um die Kreditwürdigkeit zu ermitteln und zu verbessern. Seit der Einführung der BASEL-II-Richtlinien fließen die „weichen“ Beurteilungsfaktoren (Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Social Standing, etc.) der Kapitalgeber sehr heterogen in den Rating-Prozess ein: Den Unternehmen, insbesondere KMU, fällt es somit schwer, auf diese Beurteilungen einen qualifizierten Einfluss zu nehmen.

Im Verlauf des Projektes wurde mit einer Serie von Interviews ermittelt, mit welchen Methoden Kapitalgeber und Ratingagenturen die Kreditwürdigkeiten ermitteln. Im Fokus stand die Identifikation und Dokumentation „weicher“ Beurteilungsfaktoren. Darüber hinaus wurden Kapitalnachfrager zu ihren Erfahrungen interviewt.

Das erreichte Ziel des Projektes war es, ein neues Bewertungssystem für Unternehmen zu entwickeln, das neben den „harten Zahlen“ wie Umsatz und Gewinn auch die „weichen Faktoren“ – von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells bis zum Betriebsklima – einbezieht.

Es sollten vor allem mittelständische Unternehmen unterstützt werden, mit Hilfe dieser „weichen“, aber strategisch wichtigen Erfolgsfaktoren ihre Kreditwürdigkeit zu stärken und damit ihre Finanzierungskosten zu senken.

Das mehrdimensionale, hierarchische, gewichtete Aschaffenburger Rating-Modell umfasst rund 100 Kriterien und Aspekte, wie Märkte und Produkte, Management und Personal, Organisation und Prozesse sowie Rechnungswesen und Controlling. Das „weiche Rating“ soll jedoch die übliche Firmenbewertung anhand der Bilanzzahlen nicht verdrängen, sondern ergänzen, um ein besseres Gesamtbild eines Unternehmens zu schaffen. Die höhere Transparenz kommt den Kapitalgebern wie den mittelständischen Betrieben sowohl bei Kreditentscheidungen als auch bei Kapitalbeteiligungen gleichermaßen zugute.

Unterstützt wurde KaRaBonita im regulären Förderzeitraum, vom Know-How des Projektpartners WALTER FRIES Unternehmensberatung, die bereits an der Abschlussveranstaltung, am 19. September 2014, angekündigte die Projektergebnisse aufzugreifen und daraus ein Beratungsprodukt für KMU zu entwickeln.

Die reguläre Laufzeit von KaRaBonita vom 1. April 2013 bis 30. September 2014 wurde um ein halbes Jahr verlängert, um Fragen der Idenitifikation, Kommunikation und des spezifischen Wissenstransfers mit kapitalsuchenden KMUs in der Region zu adressieren.

Projektpartner

walterfries

frauenhofer

Projektverlängerung: ESF-Projekt „KaRaBonita II“

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Ein Wissenstransferprojekt des Europäischen Sozialfonds in Bayern

Projektleitung: Prof. Dr. Alm / Prof. Dr. Hofmann

Projekt-Fokus

Wissenstransfer von Methoden zur Verbesserung der Kapitalausstattung von kleinen und mittelständischen Unternehmen – speziell Unternehmensgründern – in der Region Bayerischer Untermain

www.karabonita.de

Laufzeit

Oktober 2014 – März 2015

(6 Monate)

Projektsumme

€ 296.950,-

Fördersumme

€ 148.475,-

Ziel der Projektverlängerung war es, dem Gründungs- und Expansionsverhalten am Bayerischen Untermain auf den Grund zu gehen. Es sollte insbesondere herausgefunden werden, welche Maßnahmen die Gründungs- und Innovationskultur befördern und welche Finanzierungsmodelle bei den Unternehmern besonders gefragt sind. Als Projektpartner für die 2. Phase von KaRaBonita (als „KaRaBonita II“ bezeichnet) konnten die Mainsite GmbH und die ZENTEC GmbH gewonnen werden, die die Frage nach geeigneten Maßnahmen gleichermaßen beschäftigt.

Die angestellten Untersuchungen zeigten, dass bereits ein breit gefächertes Angebot für gründungsaffine Person und expansionswillige Unternehmen existiert. Es besteht jedoch meist kein Überblick über den Beratungs- und Fördermarkt.

Darüber hinaus scheint das Kontaktmanagement von fördernden Institutionen nicht professionell und proaktiv genug zu geschehen und die entsprechenden Reaktionszeiten zu lang zu sein. Zudem fehlt häufig der Zugang zu Kapitalsuchenden.

Eine zentrale, künftige Aufgabe für die Hochschule Aschaffenburg stellt sich in der weiteren Vernetzung der akademischen Ausbildung mit dem „Gründergeschehen“ am Bayerischen Untermain. Es zeigte sich, dass die bloße Verfügbarkeit und das Bewerben von Büro- und Gewerberäumen, oder das Ausloben günstiger Kapitalausstattung nicht hinreichend sind. Es müssen neue hybride Formen von Lehrangeboten und Mentorate der Hochschule und den expandierenden Unternehmen gefunden und angeboten werden.

Projektpartner

zentec

mainsite

frauenhofer